Termine

 

 

Vorpremiere Zonen der Zeit am Sonntag, den 7. April 2024 im Sonntagssalon. Moderation: André Förster. Die Veranstaltung ist ausgebucht.

 

Cover: Oda Ruthe

 

Premiere am Donnerstag, den 25. April, 20 Uhr in der Autorenbuchhandlung am Savignyplatz, Else-Ury-Bogen 599-601, 10623 Berlin, Lesung und Gespräch mit Markus Meckel.

 

Lesung in Gespräch mit Kerstin Seefeldt am Montag, den 29. April 2024, 20 Uhr in Konsum, Rudolf-Breitscheid-Str. 50, 14482 Potsdam in Kooperation mit der Buchhandlung script. 

 

Lesung und Gespräch am Donnerstag, den 16. Mai 2024 in der Buchhandlung Subtext in Dachau.

 

Lesung am Donnerstag, den 12. September 2024 im literaturhaus.dortmund, Neuer Graben 78, 44139 Dortmund.

 

Für Veranstaltungsanfragen können Sie Kontakt mit mir oder meinen Verlagen aufnehmen.

 

Michaela Maria Müller: michaela.maria.mueller (at) posteo.de

Quintus Verlag, Binzstr 19, 13189 Berlin 

Frohmann Verlag, Walhallastr. 7, 13156 Berlin

mikrotext, c/o Colonia Nova, Thiemannstr. 1, 12059 Berlin

 

Der Sonntagssalon 2024

Ich veranstalte den Sonntagssalon seit 2009 in Berlin, seit zwei Jahren in Kooperation mit der Baumstiftung für Kunst und KulturTeilnahme ist nach persönlicher Einladung möglich.

 

Vorpremiere meines Romans Zonen der Zeit (Quintus 2024) am 7. April 2024. Moderation: André Förster. Die Veranstaltung ist ausgebucht.

 

Die Autorin und literarische Übersetzerin Nicole Seifert wird am 28. April 2024 „Einige Herren sagten etwas dazu“. Die Autorinnen der Gruppe 47 (Kiepenheuer und Witsch 2024) vorstellen.

 

Der Historiker Hanno Hochmuth wird am 26. Mai 2024 sein neues Buch „Berlin. Das Rom der Zeitgeschichte“ (Christoph Links 2024) vorstellen.

 

 

Vergangene Veranstaltungen

A wie Ada (Verbrecher Verlag 2024). Lesung und Gespräch mit Dilek Güngör

In der Sprache ihrer Eltern heißt Ada Insel. Ada denkt, auch sie wäre eine einsame Insel. Der Umgang mit anderen Menschen ist ihr oft unangenehm; wann sie sich wie verhalten soll, kann sie schwer einschätzen. Ada will geliebt werden, nicht von allen, unbedingt aber von den anderen. Poetisch und humorvoll erkundet sie die Beziehungen ihrer Protagonistin, angefangen bei deren Kindergarten- und Schulfreundschaften bis hin zu ihren eigenen Kindern und ihrem Mann. In Miniaturen lernen wir eine stolze wie auch verletzliche Frau kennen, deren zwiespältige Sehnsucht nach Innigkeit und Verbundenheit niemandem fremd ist. 

Foto: Paula Sofie Müller

Wie sehr sie eine Meisterin der Miniatur ist, zeigt sie in diesem Text: Ada ist ein Name, den man vorwärts oder rückwärts lesen kann. Ada kann sich anpassen, manchmal scheint sie beeinflussbar, vielleicht auch eine Fläche für Projektionen. Aber immer sind da zugleich ein Wille, ein Wissen und eine Gewissheit über sich selbst, die schimmern und scheinen – und sich durch den pointierten Stil der Miniatur besonders faszinierend entfalten. Ein Text über Herkunft, Klasse und Sein, in dem ein immerwährendes Betrachten, ein Von-außen und Innen zugleich steckt.

“Und alles ist hier fremd” Deutschsprachige Schriftstellerinnen im britischen Exil (AvivA 2022). Lesung und Gespräch mit Doris Hermanns 

Eine Reihe von Autorinnen fand nach 1933 Zuflucht in Großbritannien: deutschsprachige und vorwiegend jüdische Schriftstellerinnen wie Veza Canetti, Hilde Spiel, Gabriele Tergit und Charlotte Wolff. Sie kamen anfangs aus Deutschland, später auch aus der Tschechoslowakei und aus Österreich. Einige von ihnen waren bereits berühmt, andere standen erst am Anfang einer möglichen – aber jäh abgebrochenen – Karriere oder fingen erst im Exil zu schreiben an.

Foto: Britta Jürgs

Doris Hermanns widmet sich in ihrem Buch den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Autorinnen im britischen Exil zwischen 1933 und 1945 und entdeckt dabei auch Autorinnen, die von der Literaturgeschichte ignoriert werden, weil sie ihre Bücher auf Englisch schrieben. Sie fragt nach der Rolle von Herkunft und Sprache für das Leben im Exil und für die Identität als Schriftstellerin, beleuchtet Netzwerke und Veröffentlichungsmöglichkeiten und gibt aufschlussreiche Einblicke in historische und soziale Zusammenhänge. Sie zeigt, dass der Kreis gar nicht so klein war, wie man vermuten könnte, und macht deutlich, wie aktuell diese Fragestellungen immer noch und wieder sind.

Rabet. Oder vom Verschwinden einer Himmelsrichtung (via verbis 1999). Lesung und Gespräch mit Martin Jankowski 

Herbst 1989, Leipzig: Benjamin Grasmann, ein jugendlicher Träumer aus der ostdeutschen Provinz, bricht aus der heimatlichen Kleinstadt nach Leipzig auf, um Musiker zu werden. Er verliebt sich in die Musikerin Gesa und gerät durch sie in die Kreise oppositioneller Künstler um die Leipziger Nikolaikirche, die ihn tief beeindrucken. Als einer von ihnen verhaftet und nach Westdeutschland abgeschoben wird, entschließt sich auch Benjamin, politisch aktiv zu werden. Bald ist er tief in die Auseinandersetzungen der Leipziger Opposition mit dem sozialistischen Staat verstrickt. Es kommt zu weiteren Verhaftungen, eine Bewegung formiert sich und führt schließlich zu ersten Unruhen und Demonstrationen. Doch mit dem Auseinanderfallen der DDR zerbricht auch die Freundesgruppe, und die Liebe zwischen Benjamin und Gesa gerät in eine Krise.

Foto: Ralf Klausnitzer

Der Roman erzählt die Entwicklung der oppositionellen Bewegung in Leipzig aus der Perspektive junger Protagonist:innen und beschreibt deren persönliche Geschichten sowie die Entstehung oppositioneller Gruppen: Die ersten Proteste, die Entwicklung der Friedensgebete zu einem Brennpunkt der Auseinandersetzung, die Montagsdemonstrationen sowie die offene Konfrontation mit dem SED-Regime werden geschildert. Doch auch nach dem Sieg der Opposition, der schließlich zum Mauerfall führte, sind die Leipziger Revolutionär:innen nicht am Ziel ihrer Wünsche angelangt. Der Roman spielt in den Jahren 1987 bis 1990 und beschreibt erstmals in der Wendeliteratur die Wende aus der Sicht eines Oppositionellen.

Verrückte Teegesellschaft: Über Notwendigkeit(en) von Literatur und Bildung damals und heute 

Sehr herzlich laden wir zur »verrückten Teegesellschaft« mit den Autorinnen und Literaturvermittlerinnen Magda Birkmann, Odile Kennel, Michaela Maria Müller, Sharon Dodua Otoo, Raphaelle Red, Simone Scharbert und Nicole Seifert: Ein offenes Gespräch über und zu Fragen, wie Gesellschaft, Bildung, Literatur und zugehörige Übersetzungen in diesen unwägbaren Zeiten funktionieren, wie wir sie wahrnehmen. Wo wir Spielräume haben, wo und wie wir sie öffnen (können/müssen), wo Leerstellen sind, wo es die Notwendigkeit gibt, Perspektiven zu ergänzen, Blickrichtungen zu sensibilisieren. Und was wir schreibend tun können. Welche literarischen Stimmen wir im Gepäck haben. Das Ganze in Anlehnung an Susan Sontags Theaterstück »Alice in Bed«. Ein Text, in dem u.a. die einst vergessene Alice James, die Frauenrechtlerin Margret Fuller und Emily Dickinson an einen Tisch gebracht werden, ihrerseits wieder Positionen und Perspektiven auf Gegenwart im Gepäck.

Initiiert von Simone Scharbert

Foto: Michaela Maria Müller

Gesprächssalon Ost-West Erinnerungskonflikte

Im Oktober wird es das erste Mal eine Veranstaltung geben, die ich Gesprächssalon genannt habe. Jede und jeder kann seine Geschichte(n) mitbringen. Und auch nur Zuhörende sind herzlich eingeladen.

Darüber wollen wir reden: Seit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wird über Erlebnisse, Erfahrungen, Wahrnehmungen, Verantwortung und historisches Selbstverständnis gestritten. Dabei zeigt sich: Es geht nicht um die Addition von Erfahrungen, sondern die Bereitschaft, die Vielstimmigkeit zu entwickeln, sie auszuhalten, weil sie sich aus vielen Singularitäten ergibt. Die sind zu verstehen und zu würdigen. Wenn das gelingt, können aus der Kontroverse über die Vergangenheit soziale Bindungen geschaffen werden – wenn es gelingt, einen Dialog zu führen, der sich durch Kontroversen nicht entmutigen lässt, sondern sie nutzt. Dies bedeutet, einen historischen Dialog zu führen, der nicht auf Meisternarrative setzt, sondern auf Diskurse, in denen auseinanderfließende oder gegensätzliche Erinnerungen zusammengefügt werden.

Es laden herzlich ein: Markus Meckel, Peter Steinbach und Michaela Maria Müller

Tunnel (Kanon 2023)

Lesung und Gespräch mit Grit Krüger

Grit Krüger wurde 1989 in Erfurt geboren und lebt in Ettlingen. Sie studierte Komparatistik und Filmwissenschaft in Frankfurt am Main. Als Autorin hat sie am Klagenfurter Literaturkurs teilgenommen und an der Bayerischen Akademie des Schreibens, wo wir uns kennengelernt haben. Zweimal hat sie beim Open Mike gelesen und ist Stipendiatin der Darmstädter Textwerkstatt sowie des Förderkreises deutscher Schriftsteller:innen in Baden-Württemberg.

Sie nimmt uns mit in die Welt von Mascha und ihrer Tochter Tinka. Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Mascha muss aufs Amt, Termine die Kraft und Energie kosten. Wäre da nicht Maschas Wille nach Freiheit und Selbstbestimmung. Eine Maßnahme des Amts bringt sie in ein Altenheim, wo sie beschließt, zu überwintern, denn dort es ist warm und das Essen frei. Dort beginnt sie mit Tomsonov, einem Bewohner des Heims im Keller zu graben – nach alledem, was ihr fehlt.

»Es ist ein Buch, in das man leicht hineinkommt und das man nicht leicht aus der Hand legt. Trotz der Schwere der gesellschaftlichen Themen, die gerade jetzt drängen, ist der Roman vor allem durch seine Sprache und Komposition ein Kunstwerk.« Anna Flörchinger (FAZ)

Die Gäste der vergangenen zwei Jahre sind: Isabel Fargo Cole, Helga Kurzchalia, Andrea Scrima, Kerstin Hensel, Tim Lanzinger, Przemek Zybowski, Sebastian Christ, Simone Scharbert, Magda Birkmann, Sharon Dodua Otoo, Raphaëlle Red, Odile Kennel, Yvonne Livay, Yvonne Zitzmann, Yael Inokai, Markus Meckel, Peter Steinbach, Henning Holsten, Niklas Weber.

Mit einem großen Dank für Euer und Ihr Kommen!